Was hast Du in der Schule gelernt, wovon Du immer noch profitierst?

9. September

9. September 2017

Was hast Du in der Schule gelernt, wovon Du immer noch profitierst?

Da hätten wir zum einen den Dreisatz. Der hilft mir immer wieder aus 3 gegebenen Werten eines Verhältnisses den unbekannten vierten Wert zu berechnen. Das kommt schon mal öfter vor, somit erfreue ich mich an einem mathematischen Lösungsverfahren, mit dessen Hilfe ich Probleme aufgrund einfacher Einsichten oder auch ganz schematisch lösen kann, ohne die zugrunde liegenden mathematischen Gesetzmäßigkeiten vollständig zu durchschauen. (Dieses Fachwissen hab ich mir bei Wikipedia abgeguckt)

Ein Beispiel gefällig?

2 Kühe fressen an einem Tag 48 kg Gras. Wie viel kg Gras fressen 5 Kühe in 6 Stunden?

2 Kühe fressen in 24 h 48 kg Gras – 1 Kuh frisst in 1 h 1 kg Gras = 5 Kühe fressen in 6 h 30 kg Gras

unter der Annahme, dass die Kühe über die ganze Zeit gleichmäßig viel Gras fressen.

Außerdem heißt der Dreisatz gerne auch Regel de tri, aus dem Französischen regle de tri, was wiederum vom lateinischen regula de tribus abgeleitet wird.

 

Und damit sind wir schon bei meiner zweiten Sache, von der ich immer noch profitiere, weil ich in der Schule damit Kontakt hatte: dem Latein!

Latein hilft mir in allen Lebenslagen, auch wenn es eine sogenannte tote Sprache ist. Ich finde sie, wie oben gesehen, in Ableitungen im Französischen und Italienischen z. B. und ganz besonders auch in der Medizin wieder. Ein bisschen  Latein zu beherrschen war für meine  Ausbildung zur Krankenschwester nicht von Nachteil. Auch in der Kirche begegnet man dieser Sprache, in Vatikanstadt gibt es gar einen Geldautomaten auf Latein.

 

Die Schule hat mich auch gelehrt, dass dickbusige Mädchen bevorzugt werden und dass Jungs, die keine Rabauken sind, zu Außenseitern werden können. Ich für meinen Teil passte irgendwie nie irgendwo dazu, fand mich nicht bei den „tollen“ Mädchen wieder und nicht nur, weil ich damals flachbrüstiger war. Ich konnte mich selbst verteidigen und musste keinen Jungen vorschieben, ich vertrat oft eine andere Meinung und das nicht, weil meine Eltern geistige Vordenker gewesen wären.

Die Schule lehrte mich, dass es ziemlich viele unterschiedliche Charaktere gibt, mit denen man auf die gleiche vielfältige Art und Weise umzugehen hatte. Ich lernte zwischen Vertrauen und Hinterlist zu unterscheiden und manches Auge wurden mir dabei auch geöffnet. Die Schule hat mir nicht nur Wissen vermittelt, ob nun sinnvoll oder nicht,  sie gab mir auch ganz nebenbei soziale Kompetenz, wie das heute so schön heißt, mit auf den Weg.

Was man dann aus all dem macht, bleibt einem nach überstandener Pubertät dann aber selbst überlassen.

 

Tja, wie sieht es da bei Dir aus?

7 Gedanken zu „Was hast Du in der Schule gelernt, wovon Du immer noch profitierst?

  • 12. September 2017 um 17:28
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    Dreisatz war auch das Erste das mir einfiel. Unfassbar,dass es Mathe ist.

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  • 10. September 2017 um 16:29
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    Da meine Schuhljahre auf Französisch waren beginne ich hier mal mit einem Klugscheisserischen: règle de trois… diese war mir beim Titel lesen auch spontan eingefallen.
    Schule, dann ab 12 Intenat, das war wenn auch eine völlig fremde Welt, Zuflucht.
    In der Schule lernte ich, dass ich vielleicht doch nicht die Blöde bin als die ich von der Mutter hingestellt wurde.

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  • 10. September 2017 um 15:43
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    Die Schule hat mich gelehrt, Sprachen zu lieben. Ich habe erfahren, dass Lehrer nicht immer Menschen sind, die Kindern etwas beibringen wollen, sondern viele verschiedene Gründe hatten – oft unbewusst – diesen Beruf zu ergreifen. Ich hatte wundervolle Lehrer, habe aber auch sadistische und vollkommen gelichgültige kennengelernt. Es wurde mir schmerzhaft bewusst, welch schädliche und weitreichende Auswirkungen gemeine, entwertende Äußerungen und Ungerechtigkeiten haben. Zwar traf mich das nicht selbst, aber das hat mich nicht weniger betroffen und nachdenklich gemacht. Deshalb habe ich mir vorgenommen, Kinder im allgemeinen, meine Kinder sowie meine Schüler vor solchen Personen zu schützen und sie stets gerecht und bestärkend in ihren Fähigkeiten zu behandeln.

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  • 9. September 2017 um 11:47
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    Das Lesen und die Zahlen.
    Maximal das, was bis zur 4. Klasse lernt. Alles, was später kommt, ist vergessen.

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    • 9. September 2017 um 12:52
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      Na, ja, Lesen und Zahlen zu kennen ist nicht das schlechteste.
      Und vermutlich sind die ersten 4 Jahre auch die einprägsamsten. Alles andere baut darauf auf.

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