Wann steht Dir Dein Ego im Weg?

27. September

27. September 2017

Wann steht Dir Dein Ego im Weg?

Dieses A… steht mir jeden Tag aufs Neue im Weg!

Und es will gerne groß und mächtig sein, ist aber in Wirklichkeit nur ein armer Wicht.

Am meisten kommt es noch beim Autofahren raus. Da ich die beste Autofahrerin der Welt bin(!!!)  begegnen mir natürlich nur Idioten auf der Straße, die die Verkehrsregeln nicht mehr kennen, oder gar nicht Autofahren können. Da wachse ich über mich hinaus und könnte ein Super Bulle werden, der anderen einen Strafzettel nach dem anderen verpasst, der alles Abschleppen lässt, was nicht ordentlich parkt und allen Hirnlos-Überholern eine lebenslange Strafarbeit aufbrummt.

Gut jetzt, ich beruhige mich ja, ich zerstöre mich nur selbst mit diesem falschen Selbstbild….

 

Aber immer öfter schaffe ich es gelassen zu sein. Die anderen Autofahren so fahren zu lassen, wie sie es eben für sich als richtig erachten.

Ich gehe dann mehr nach dem Prinzip des von mir erhofften Schneeballeffektes vor: Ich bin freundlich zu anderen Autofahrern. In meinem naiven jugendlichen Leichtsinn glaube ich, dass die von mir mit einer freundlichen Geste im Straßenverkehr beachteten Autofahrer z. B. beim Einlassen in eine lange Autoschlange, sich diese menschliche Geste merken und auch ihrerseits nicht egomäßig dicht auffahren, sondern ebenfalls jemanden in die lange Reihe lassen oder so weiter.

Inzwischen lasse ich eine große Lücke zu meinem Vordermann, um so jemandem Anderen überhaupt die Gelegenheit zu geben, sich im Straßenverkehr einzufädeln. Ich winke Fußgänger mit und ohne Hund oder Radfahrer zum Leidwesen meines Hintermannes über die Straße und ich fahre langsam, wenn es eine beruhigte Zone erfordert, denn ein Ball, ein Kind oder ein Tier sind mal ganz schnell vor meinem Auto und selbst 30 km/h kann da schon viel zu schnell sein. Im Stau zähle ich die Laternenmasten, an denen ich vorbeischleiche und beim Ausparken vertraue ich nicht nur meinen Sensoren am Wagen. Ich bin wach und klar und wünsche allen anderen auf der Straße, dass sie ebenfalls friedlich von einem Ort zum anderen kommen.

 

Mein Ego sträubt sich, sich zurückzunehmen, will es doch gerne die Oberhand. Ihm zu erklären, dass das Leben auf Gemeinschaft aufbaut und Zusammensein basiert, ist schwer oder fast unmöglich. Ich kann es in seine Schranken weisen und versuchen Teil eines großen Ganzen zu werden ohne mich darin zu verlieren.

 

 

Wo stehst Du mit Deinem Ego?

17 Gedanken zu „Wann steht Dir Dein Ego im Weg?

  • 12. November 2017 um 18:34
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    Ich verweigere!
    Ich weigere mich das Wort „Ego“ so zu benutzen wie es hier gemeint ist. Ego ist latein für „ich“. Menschen reden (inflationär) von ihrem Ego als etwas schlechtes. Also, wenn ich rede oder schreibe, höre und lese ich mit. Ich mag mir nicht sagen wir schlimm und schlecht ich bin, mag dieses autodestrucktieve nicht.
    Wenn mein Ego sich, also ich mir Raum verschaffe, dann vermutlich weil ich das gerade brauche oder einfach nicht anders kann… ich bin aber sehr friedliebend, wüsste auch nicht wirklich wo ich weshalb mit mir schimpfen sollte 🙂

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  • 29. September 2017 um 18:31
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    80 Prozent des Erwarteten zu akzeptieren und gut zu heißen….😳 Aber auch ich lerne und merke, wie gut das dem Gemüt tut…
    Sei ganz lieb gegrüßt. Priska

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    • 28. September 2017 um 19:15
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      Echt? Hätte ich jetzt aber…
      … klar, Held hat Gemeinsinn – hab ich nur gerade vergessen, grins

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        • 28. September 2017 um 21:12
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          … mich umentschieden?

          Du hast mir hier gerade den alten Rekord von 25 täglichen Likes gebrochen, da will ich mal nicht so kleinlich sein….

          Danke auch! Grins und Freu….

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          • 28. September 2017 um 21:18
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            Nee, pro Tag…
            Morgen kannste das nochmal machen und dann übermorgen auch usw. Dann steigen meine täglichen Likes in schwindelnde Höhen. Wahnsinn!

          • 28. September 2017 um 21:22
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            Dankeschön… das ist aber freundlich von Dir.
            Denke, das wird schon noch.
            Gutes braucht halt Zeit.

  • 28. September 2017 um 17:49
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    Also ich musste jetzt erstmal googeln, für was „Ego“ überhaupt genau steht. Die Jungs von Wiki sagen:
    Ego steht für:

    wissenschaftssprachlich: das Ich
    in der Psychologie: das Selbst
    umgangssprachlich das: Selbstwertgefühl

    Hm. Da mein Selbstwertgefühl sich zwar nicht mehr im Minusbereich liegt, aber so viel über Null nun auch wieder nicht, kann ich nix dazu sagen.
    Nein, ich nehme mich überall zurück und mache mich kleiner als ich bin (sagt man). Wenn irgendwo etwas schief läuft, kriege ich Gänsehaut und frage mich, was ich falsch gemacht habe, obwohl es mich überhaupt nicht tangiert.
    Und Autofahren? Nein, ich fahre kein Auto. Aber als Beifahrer denke ich, wie würdest du dich anstellen in dieser oder jener Situation…. dann wärst du auch dankbar, wenn hinter dir keiner meckert oder hupt.
    Also auf der ganzen Strecke nix mit Ego 🙁

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    • 28. September 2017 um 17:54
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      Ich verstehe Ego als egoistisches Selbst mit unheimlich wichtigem Ich! Das steht mir manchmal eben im Weg. Mein Selbstwertgefühl hängt von vielen Faktoren ab, mal besser mal schlechter. Mein Ego hat nicht unbedingt ein großes Selbstwertgefühl, es tut gern so und bläst sich auf, ganz viel Show dabei. Bin ich authentisch und klar findest Du mein Ego nicht mehr wieder. Es versteckt sich und wartet, bis ich wieder Auto fahre. Gruß Barbara

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  • 27. September 2017 um 18:54
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    Oh, das mit dem Autofahren kenn ich auch. Vor allem hier im Ruhrpott fahren die alle wie die Bekloppten. Autofahren bedeutet ja auch weitsichtig zu reagieren. Bei uns scheint es nur Kurzsichtige Menschen zu geben. Da könnte mein Ego ausrasten.
    Mein Ego könnte aber auch losrennen wenn ich Ungerechtigkeiten sehe. Oder wenn man mir etwas sagt oder vorwirft was nicht stimmt. Zum Glück habe ich im Laufe meines Lebens gelernt mich zu beherrschen und nicht ungebremst alles rauszuhauen was ich gerade denke.

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  • 27. September 2017 um 18:49
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    Mein für gewöhnlich zurückhaltendes, nachsichtiges Ego fährt zu Übergröße auf, sobald ich Zwang spüre. Sei es, dass man ein gewisses Verhalten von mir erwartet oder ich etwas vorführen soll. Dann äußert es sich in etwa so: „Nö, machst du nicht. Sie können dich mal. Nichts, was dir angedroht wird, kann daran etwas ändern.“ Das war schon immer so.

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